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15.9. Greenpeace-Aktivisten blockieren italienische Botschaft



Vierzig Greenpeace-Aktivisten aus Österreich und Italien blockieren seit neun Uhr die italienische Botschaft in Wien. Greenpeace protestiert damit gegen den geplanten Wiedereinstieg Italiens in die Atomenergie.

Eine aktuelle Greenpeace-Studie verdeutlicht die Gefährdung weiter Teile Österreichs durch einen möglichen Reaktorunfall in Norditalien. Deshalb fordern wir von der italienischen Regierung die völlige Offenlegung aller Atompläne, die von ihr und dem italienischen Energiekonzern Enel seit über einem Jahr bewusst zurückgehalten werden. Die Standorte für diese Kernkraftwerke sollen hinter verschlossenen Türen bestimmt werden, um möglichst rasch mit deren Bau beginnen zu können. So groß ist die Angst der italienischen Regierung vor der eigenen Bevölkerung, sagt Alessandro Gianni, Kampagnensprecher von Greenpeace Italien.

Bereits im letzten Jahr ließ Berlusconi die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie auch den Aufbau der entsprechenden Behörden in die Wege leiten, um Italien den Wiedereinstieg in die Atomkraft zu ermöglichen. Die norditalienische Stadt Chioggia, ein wahrscheinlicher Standort für eines der geplanten Kraftwerke, liegt in unmittelbarer Nähe zu Venedig und den beliebten Urlaubsorten Lignano, Jesolo, Bibione und Caorle sowie nur 160 Kilometer von der österreichischen Staatsgrenze entfernt.

Doch Bundeskanzler Faymann und Außenminister Spindelegger legen ihre Hände in den Schoß und sehen tatenlos zu, wie an Österreichs Grenzen weitere Atomreaktoren entstehen. Jetzt ist aber hoch an der Zeit zu handeln, damit sie nicht, wie etwa bei Mochovce und Isar 1, erst dann aus ihrem atompolitischen Dornröschenschlaf erwachen, wenn es zu spät ist.

Machen Sie mit! Stoppen wir gemeinsam Berlusconis Atompläne!

3. 9. Österreich droht bei italienischem AKW neues Tschernobyl

3. 9. Österreich droht bei italienischem AKW neues Tschernobyl




Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie zeigt die Gefährdung breiter Teile Österreichs durch die radioaktiven Auswirkungen eines Reaktorunfalls in den geplanten Atomkraftwerken in Norditalien.

"Berlusconis Atompläne gefährden nicht nur Italien, sondern sind auch eine künftige Bedrohung für die österreichische Bevölkerung. Ein Reaktorunfall in Norditalien führt bei ungünstigen Witterungsbedingungen zu einer ähnlichen Situation wie bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor mehr als zwanzig Jahren", erklärt Niklas Schinerl, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace, die Ergebnisse der Studie.

Die Studie wurde von Greenpeace beim Institut für Meteorologie an der Universität für Bodenkultur und dem Ökologie-Institut in Auftrag gegeben. Sie zeigt in verschiedenen Szenarien die Auswirkungen eines Reaktorunfalls am geplanten norditalienischen Standort Chioggia auf Österreich.

<-- Klicken Sie auf die Bilder, um sie zu vergrößern.



Die Bedrohungsszenarien machen deutlich: Die österreichische Bundesregierung darf die ÖsterreicherInnen nicht im Stich lassen und muss gegen die Atompläne Berlusonis aktiv werden. Auch in den norditalienischen Regionen zeigt man sich dem Bau von Kernkraftwerken gegenüber äußerst skeptisch. Diese Regionen brauchen jetzt Österreichs Hilfe - Berlusconis Atomwahn muss mit vereinten Kräften gestoppt werden.

--> Download der Kurzversion der Studie mit weiteren Informationen und Szenarien (pdf, 667 KB)

20.8. Kärntner Anti-Atom-Resolution erster kleiner Schritt

20.8. Kärntner Anti-Atom-Resolution erster kleiner Schritt

Der gestern von Greenpeace-AktivistInnen inszenierte Atom-Probealarm am Neuen Platz in Klagenfurt hat die Kärntner Landesregierung offenbar wachgerüttelt. Im Zuge einer Sondersitzung hat sie heute eine Resolution an die österreichische Bundesregierung beschlossen. Darin fordert sie die Bundesregierung auf, auf diplomatischer Ebene aktiv gegen die Atompläne in Italien vorzugehen.

Damit darf sich Kärnten allerdings nicht selbst aus der Verantwortung nehmen. Vielmehr muss sie im Rahmen der Alpen-Adria-Region alles daran setzen, diesen einzigartigen Lebensraum frei von einer Atomgefahr zu halten.

Greenpeace fordert eine - von den betroffenen österreichischen Bundesländern wie Kärnten oder der Steiermark - initiierte länderübergreifende Anti-Atomkonferenz der Alpen-Adria-Region, die eine atomkraftfreie Region sicherstellen soll. Denn nicht nur die Österreicher, sondern auch die Mehrheit der italienischen Bevölkerung steht der Nutzung der Atomkraft ablehnend gegenüber.

Gerade in den norditalienischen Regionen zeigt man sich dem Bau von Kernkraftwerken gegenüber äußerst skeptisch. Diese Regionen brauchen jetzt Österreichs Hilfe bei ihrem Kampf gegen Berlusconis Atompläne, wobei vor allem die hierzulande betroffenen Bundesländer eine federführende Rolle spielen müssen. Es wird also allerhöchste Zeit, dass auch Länder wie die Steiermark endlich aus ihrem atompolitischen Dornröschenschlaf erwachen.

Die Resolution der Kärntner Landesregierung (pdf, 8 kB)

19.8. Weckruf für Anti-Atompolitik in Kärnten





Während Silvio Berlusconi den Bau von Atomkraftwerken direkt vor Österreichs Grenze weiter vorantreibt, befindet sich der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler immer noch im atompolitischen Dornröschenschlaf.

Zwanzig Greenpeace AktivistInnen inszenierten deshalb heute Vormittag am Neuen Platz einen Atom-Probealarm mit Strahlenschutzanzügen, Geigerzählern und Sirenen. Dieser Weckruf appelliert an die Kärntner Landesregierung, endlich aktiv gegen die in Norditalien geplanten Atomkraftwerke vorzugehen.

"Landeshauptmann Dörfler lässt die Bevölkerung mit ihren berechtigten Sorgen um die Atomgefahr vor Kärntens Grenzen im Stich", erklärt Niklas Schinerl, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace.

Dabei ist es höchste Zeit zu handeln. Denn bereits im Herbst sollen in den betroffenen italienischen Provinzen erste Entscheidungen über die möglichen Standorte der geplanten Kernkraftwerke getroffen werden.

Das fordert Greenpeace:

  • Landeshauptmann Dörfler muss bei seinem Amtskollegen Luca Zaia, dem Gouverneur von Venetien, Protest gegen den in seiner Region geplanten Standort Chioggia einlegen.
  • Die Kärntner Landesregierung muss durch einen gemeinsamen Beschluss ihre Ablehnung gegenüber dem Atomkraft-Neustart in Italien deutlich machen.
  • Eine rasche politische Initiative Kärntens für eine Anti-Atom-Konferenz des Alpen-Adria-Raumes, und zwar auf Ebene aller regionalen Regierungsverantwortlichen.


Denn nur ein entschlossenes gemeinsames Vorgehen zwischen den österreichischen Bundesländern und den betroffenen italienischen Regionen kann die Atompläne von Berlusconi jetzt noch verhindern.



30.7. Greenpeace-Wanderung gegen Atomkraft

30.7. Greenpeace-Wanderung gegen Atomkraft


Zehn Greenpeace-AktivistInnen wanderten von 1. bis 8. August am Friedensweg an der österreichisch-italienischen Grenze. Anlass für diese Wanderung geben die Pläne des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, wieder in die Atomenergie einzusteigen. Auch die österreichische Bevölkerung ist von diesem Vorhaben unmittelbar betroffen. Denn ein möglicher Standort für ein neues Atomkraftwerk befindet sich in Chioggia, nur wenige Kilometer von Venedig und rund 160 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Auf ihrem Marsch auf dem Karnischen Höhenweg werden die AktivistInnen Aufklärungsarbeit leisten und Wanderer über die nukleare Zukunft Italiens informieren.

28.7. NO! zu Berlusconis Atomplänen!

28.7. NO! zu Berlusconis Atomplänen!


Greenpeace-Aktivisten aus Italien und Österreich protestieren seit heute Früh am Lido von Venedig gegen die Atompläne des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Geht es nach ihm, wird im Urlaubsparadies bald nicht mehr nur die Sonne strahlen, denn Berlusconi plant den Wiedereinstieg Italiens in die Atomenergie.

"Die Region Venetien muss aktiv gegen die Atompläne vorgehen. Berlusconi kann nicht gegen den Willen der Bevölkerung einfach ein Atomkraftwerk neben den beliebtesten Urlaubsstränden Italiens bauen lassen", fordert Niklas Schinerl, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace.

Atomkraftfreie Zone Venetien

Greenpeace übergibt daher im Rahmen der Aktion eine Petition an den Gouverneur von Venetien, Luca Zaia, in der sie ihn dazu aufrufen, die Region zu einer "Atomkraftfreien Zone" zu machen. Bereits in der letzten Woche hat sich Greenpeace in Österreich an alle Landeshauptleute gewendet, damit diese Druck auf ihren Amtskollegen in Venetien ausüben.

In den kommenden Jahren ist der Bau von vier neuen Atomkraftwerken in Italien vorgesehen, unter anderem in Chioggia, südlich von Venedig, in unmittelbarer Nähe zu den beliebten Touristenstränden in Lignano, Jesolo, Caorle und Bibione und nur 160 Kilometer von der österreichischen Staatsgrenze entfernt.

Mehrheit gegen Atomkraft

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi ignoriert damit die Mehrheit der italienischen Bevölkerung, die sich 1987 im Zuge einer Volksabstimmung nach der Tschernobyl-Katastrophe für den Ausstieg aus der Atomkraft ausgesprochen hat. Italien setzt dabei auf die EPR-Technologie (European Pressurized Reactor), die weltweit noch nicht ans Netz gegangen ist. Der Prototyp wird derzeit in Finnland und Frankreich gebaut und wurde dafür bekannt zu Sicherheitsmängeln, Verzögerungen und massiven Überschreitungen der Baukosten zu führen.

Effizienz und Erneuerbare Energien statt teurem und riskantem Atomstrom

"Italien braucht keine Atomkraft. Diese ist eine höchst riskante und teure Energieform, die uns im Kampf gegen den Klimawandel nur aufhält. Stattdessen stellt die Kernkraft eine Gefahr für die gesamte italienische Halbinsel, insbesondere für Norditalien und das Po-Delta, dar", erklärt Alessandro Gianni, Kampagnendirektor von Greenpeace in Italien.

Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energieträger werden bereits 2020 einen dreimal so hohen Beitrag zur Stromgewinnung in Italien leisten wie die aktuellen Atompläne. Zwei Drittel der Italiener sprechen sich nach wie vor gegen Atomkraft aus. Dennoch arbeitet die italienische Regierung unter Berlusconi an den gesetzlichen Grundlagen für neue Atomkraftwerke.

Greenpeace fordert

Bisher gab es nichts als leere Versprechen und Absichtserklärungen von Venetien gegen Berlusconis Atompläne. Gouverneur Luca Zaia muss Venetien zu einer "Atomkraftfreien Zone" erklären und so aktiv Widerstand gegen Italiens Premier Berlusconi leisten.

16.7. Voves und Dörfler im Atom-Dornröschenschlaf

16.7. Voves und Dörfler im Atom-Dornröschenschlaf


In den kommenden Jahren ist der Bau von vier neuen Atomkraftwerken in Italien vorgesehen, unter anderem in Chioggia südlich von Venedig, nur 160 Kilometer von der österreichischen Staatsgrenze entfernt. Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi ignoriert damit die Mehrheit der italienischen Bevölkerung, die sich 1987 im Zuge einer Volksabstimmung nach der Tschernobyl-Katastrophe für den Ausstieg aus der Atomkraft ausgesprochen hat.

Während Berlusconi den Bau von Atomkraftwerken direkt vor Österreichs Grenze plant, befinden sich der steirische Landeshauptmann Franz Voves und sein Kärntner Amtskollege Gerhard Dörfler derzeit noch im atompolitischen Dornröschenschlaf.

Greenpeace Österreich und Greenpeace Italien fordern in einem offenen Brief  alle österreichischen Landeshauptleute dazu auf, auf den Gouverneur der Region Venetien Luca Zaia einzuwirken, damit dieser bei Regierungschef Silvio Berlusconi Protest gegen dessen Atompläne einlegt.

Die österreichischen Landeshauptleute müssen zum Schutz der Menschen vor allem in den grenznahen Bundesländern endlich aktiv werden.

Brief an die österreichischen Landeshauptleute

14.7. Kärnten muss gegen italienische AKW aktiv werden

14.7. Kärnten muss gegen italienische AKW aktiv werden

Greenpeace fordert angesichts der ablehnenden Reaktionen zahlreicher Kärntner Landespolitiker gegen Silvio Berlusconis Atompläne nun konkrete Taten.

In Chioggia, unmittelbar neben Venedig und somit weniger als zweihundert Kilometer von Villach und Klagenfurt entfernt, plant der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi ein Atomkraftwerk errichten lassen. Die geplanten Atomkraftwerke werden nicht nur neben Italiens beliebtesten Urlaubsstränden in Lignano, Caorle, Jesolo und Bibione stehen, sondern auch in unmittelbarer Grenznähe zu Kärnten. Weder Österreich noch die grenznahen Bundesländer wie Kärnten, Steiermark oder Tirol wurden bis heute über die geplante Errichtung der Atomkraftwerke informiert. Die italienische Regierung unter Berlusconi versucht möglichst viele Informationen über die geplanten Standorte für die Atomkraftwerke zurück zu halten.

Niklas Schinerl, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace: "Wir fordern den Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf, anstatt zu reden tatsächlich gegen die geplanten italienischen Atomkraftwerke aktiv zu werden. Er muss seine Ablehnung mittels einer öffentlichen Protestnote an den Präsident der Region Venetien deutlich machen.

Die Verantwortung auf die Bundesregierung abzuschieben reicht nicht. Landeshauptmann Dörfler muss zum Schutz der Bevölkerung selbst aktiv werden und besser heute als morgen bei seinem Amtskollegen in Venetien Luca Zaia Protest gegen die wahnwitzigen Atompläne Berlusconis einlegen."

9.3. Greenpeace-Aktion gegen Berlusconis Atompläne

9.3. Greenpeace-Aktion gegen Berlusconis Atompläne


Greenpeace-Aktivisten sind am Dienstag früh auf das Dach eines alten Atomkraftwerks in Montalto di Castro nördlich von Rom geklettert und haben ein großes Transparent gegen die Atompläne der Regierung Berlusconi ausgerollt. "Atomnotstand", hieß es auf dem Banner. Vor der Zentrale, die sich entlang der Thyrrenischen Küste befindet, ging das Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior" vor Anker.

[Zu den Bildern der Aktion...]

"Die Regierung Berlusconi will den Italienern Atomkraftwerke aufzwingen. Das ist eine falsche Lösung für das Problem des Klimawandels. Atomenergie wird uns nicht retten. Sie wird Italien im Gegenteil daran hindern, mehr in erneuerbare Energien zu investieren", erklärt Andrea Lepore von Greenpeace in Italien. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass in Montalto di Castro ein neues Atomkraftwerk gebaut wird. Montalto di Castro ist ein geeigneter Standort für einen Atommeiler, weil es sich unweit des Meeres in einer erdbebensicheren Gegend befindet", meinte Lepore.

Italien ist neben Österreich eines der wenigen europäischen Länder, das bisher auf Atomkraft verzichtet hat. 1987, ein Jahr nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl, lehnten die Italiener in einer Volksabstimmung die Nuklearenergie im eigenen Land ab. Drei Atomkraftwerke mussten abgeschaltet werden, ein viertes, jenes, das in Montalto di Castro errichtet worden war, ging nicht mehr ans Netz.

Greenpeace Italien hat auf der Website www.nuclearlifestyle.it Hunderttausende Unterschriften gegen die Atomenergie in Italien gesammelt. Greenpeace richtete hinzu eine kostenlose Telefonnummer ein, auf der die italienischen Bürger Botschaften gegen die Atomenergie hinterlassen können. Greenpeace wird mit eigenen Kandidaten an den italienischen Regionalwahlen am 28. und 29. März teilnehmen.

Italiens Industrieminister Claudio Scajola kündigte inzwischen an, dass in zwei Wochen eine nationale Agentur für die Atomsicherheit eingerichtet wird. Am 9. April wird der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi seinen französischen Amtskollegen Sarkozy in Paris treffen. Zu diesem Anlass sollen die italienische Gesellschaft Sogin und das französische Unternehmen Andra ein Abkommen über die Errichtung von Atommülllagern unterzeichnen. Rom und Paris wollen bei der von Berlusconi geplanten Errichtung von vier Atommeilern in Italien zusammenarbeiten.

Video der Aktion auf http://www.greenpeace.it/nuclearlifestyle/action-page.html

 

Quelle: APA